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Stefanie-schreiber

Warum wir heute mehr Unterstützung brauchen als unsere Großeltern


Ist es nicht verrückt?

Wenn ich heute sehe, wie intensiv wir uns mit Gesundheit, Prävention und Langlebigkeit beschäftigen und sehnsüchtig auf die Blue Zones blicken, frage ich mich manchmal, was sich eigentlich verändert hat. Haben wir die Fähigkeit zur Selbstregulation verloren – oder leben wir heute einfach unter anderen Bedingungen?

Dann kommen mir meine Großeltern in den Sinn. Sie erlebten Kriegszeiten, Verzicht und den Wiederaufbau. Und dennoch wurden sie alle über neunzig Jahre alt. Noch im hohen Alter pflegten sie ihren Gemüsegarten, gingen mit uns wandern oder fuhren Fahrrad. Niemand sprach über Longevity – man lebte einfach. Bewegung gehörte selbstverständlich zum Alltag, gegessen wurde, was die Natur gerade schenkte, und vieles entstand mit den eigenen Händen.

Ich glaube, unsere Großeltern mussten vieles entbehren. Wir dagegen müssen heute lernen, mit dem Überfluss umzugehen.

Das Angebot an Lebensmitteln ist nahezu grenzenlos geworden. Gleichzeitig enthalten viele Produkte weniger Nährstoffe als früher. Unser Körper besitzt raffinierte Mechanismen, um uns vor dem Verhungern zu schützen – aber keinen, um mit einem dauerhaften Überangebot an hochverarbeiteten Lebensmitteln und unzähligen künstlichen Stoffen umzugehen.

Hast du dir schon einmal überlegt, wie viele synthetische Substanzen heute täglich auf unseren Körper einwirken? Verpackungen, Pestizide, Zusatzstoffe, Weichmacher oder Umweltbelastungen – all das gab es in dieser Form früher nicht. Vielleicht erklärt das auch, warum eine begleitende Entlastung und Entgiftung heute für viele Menschen sinnvoll sein kann.

Und wie sieht es mit unserer Ernährung aus? Findest du trotz eines vollen Alltags noch Zeit, aus frischen Zutaten zu kochen? Ich liebe genau diese Einfachheit. Denn die wirksamste Zutat ist ohnehin die Liebe.

„Ist der Koch schlecht gelaunt, verzichte lieber auf das Essen.“
– Chinesisches Sprichwort

Doch selbst eine gute Ernährung reicht manchmal nicht mehr aus. Unsere Böden haben sich verändert und damit auch der Gehalt vieler Lebensmittel an Mineralstoffen und Spurenelementen. Gleichzeitig wissen wir heute sehr viel mehr über die Bedeutung des Mikrobioms. Vielleicht war die Darmflora unserer Großeltern robuster, weil Böden lebendiger waren und Lebensmittel noch mehr natürliches enthielten.

Deshalb unterstützen heute viele Menschen ihren Körper zusätzlich mit ausgewählten Mikronährstoffen. Gleichzeitig wissen wir, dass Stress einer der größten Räuber unserer Gesundheit ist. Ein belasteter Organismus kann Nährstoffe oft gar nicht mehr optimal aufnehmen und verwerten.

Genau deshalb beginnt Gesundheit für mich häufig nicht mit dem Zuführen, sondern mit dem Entlasten. Wenn wir den Körper dabei unterstützen, Belastungen auszuscheiden und Toxine zu binden, schaffen wir die Grundlage dafür, dass Vitamine, Mineralstoffe und andere wertvolle Nährstoffe dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Ebenso wichtig ist ein gesunder Darm – als Grenze zwischen Innen und Außen, als Zentrum unseres Immunsystems und als stiller Verbündeter unserer Gesundheit.

Vielleicht können wir die Zeit nicht zurückdrehen. Unsere Böden sind andere geworden. Unser Alltag ist schneller. Die Belastungen sind vielfältiger. Aber wir können heute bewusste Entscheidungen treffen. Wir können wieder einfacher essen, der Natur mehr Raum geben, unseren Darm stärken und unseren Körper entlasten.

Vielleicht besteht Gesundheit nicht darin, das Leben unserer Großeltern zu kopieren.

Vielleicht besteht sie darin, ihre Verbundenheit mit dem Leben in unsere Zeit zu übersetzen.

Genau aus diesem Grund arbeite ich heute mit ausgewählten naturbasierten Produkten, die den Körper zunächst entlasten und anschließend dabei unterstützen, wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu finden. Denn erst wenn Belastungen reduziert werden, können die guten Stoffe, die wir uns täglich zuführen, ihre volle Wirkung entfalten.


»Ich kann entweder ein Opfer der Welt oder ein Abenteurer auf der Suche nach Schätzen sein. Es ist alles eine Frage, wie ich mein Leben sehe.«

–  Paulo Coelho, Elf Minuten

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