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Stefanie-schreiber

Von Himmel und Erde getragen

Manchmal sind es nur wenige Worte, die uns in schwierigen Zeiten wieder mit Vertrauen und innerer Ruhe verbinden.


In den letzten Tagen musste ich immer wieder an einen Satz denken, den eine Freundin vor vielen Jahren zu mir sagte. Damals war ich voller Sorge, weil die Firma, in der mein Mann arbeitete, Insolvenz angemeldet hatte. Die Situation fühlte sich bedrohlich an und ich hatte Angst um unsere Zukunft.


Und dann sagte sie diesen einen Satz:


„Alles, was wir brauchen, kommt vom Himmel und aus der Erde.“


In diesem Moment wurde es still in mir. Ich spürte sofort, wie wahr diese Worte sind. Sie erinnerten mich wieder an unseren Ursprung. Daran, dass wir Menschen eingebunden sind zwischen Himmel und Erde und von der Natur mit allem versorgt werden, was wir zum Leben brauchen.


Die Sonne schenkt uns Licht und Wärme. Die Erde enthält alles, was unser Körper an Mineralien und Nährstoffen benötigt. Das Wasser ist in seinem ewigen Kreislauf die Quelle allen Lebens. Und aus all dem wachsen die Pflanzen, die uns nähren, stärken und begleiten.


Gerade in einer Welt voller Verpflichtungen, Unsicherheiten und ständiger Reize vergessen wir manchmal, dass uns das Wesentliche längst gegeben ist. Vieles liegt bereits in uns und um uns herum bereit – wir dürfen wieder lernen, es zu sehen.


Es liegt an uns, worauf wir unseren Blick richten. Ob wir uns von Sorgen leiten lassen oder von Vertrauen. Ob wir uns auf Mangel konzentrieren oder auf das, was uns trägt.


Wenn wir innerlich still werden, uns wieder mit der Natur verbinden und bewusst wahrnehmen, was uns umgibt, kann etwas Heilsames entstehen. Dann kehrt Ruhe ein. Und in dieser Ruhe kann der Samen der Selbstheilung wachsen.


Vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, wieder einmal nach draußen zu gehen, die Sonne auf der Haut zu spüren, barfuß durchs Gras zu laufen oder den Blick bewusst zum Himmel zu richten. Oft liegt in den einfachen Dingen bereits alles, was wir brauchen.

»Ich kann entweder ein Opfer der Welt oder ein Abenteurer auf der Suche nach Schätzen sein. Es ist alles eine Frage, wie ich mein Leben sehe.«

–  Paulo Coelho, Elf Minuten

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